Posts mit dem Label Anzeige Verleumdung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Freitag, 24. Juli 2026

Eine Anzeige wegen Verleumdung ist der rechtliche Schritt gegen wissentlich falsche Tatsachenbehauptungen, die den Ruf einer Person schädigen.

Der Tatbestand ist im deutschen Strafgesetzbuch in § 187 StGB verankert. Er schützt die Ehre und das gesellschaftliche Ansehen des Einzelnen vor böswilligen Lügen. Doch wie läuft eine Anzeige ab, welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein und was unterscheidet die Verleumdung von anderen Ehrdelikten?


Abgrenzung zu Beleidigung und übler Nachrede

Im Alltag werden die Begriffe oft vermischt. Rechtlich gibt es jedoch klare Unterschiede:Beleidigung (§ 185 StGB): Hierbei handelt es sich um ein ehrverletzendes Werturteil, das direkt gegenüber der betroffenen Person geäußert wird.

Üble Nachrede (§ 186 StGB): Jemand verbreitet eine Behauptung über eine Person, deren Wahrheitsgehalt nicht bewiesen werden kann. Der Verbreiter weiß selbst nicht sicher, ob es stimmt.

Verleumdung (§ 187 StGB): Dies ist die schwerste Form. Der Täter behauptet eine Unwahrheit, obwohl er genau weiß, dass diese komplett erfunden ist. Es liegt also vorsätzliche Bösartigkeit vor.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Anzeige

Damit eine Strafanzeige wegen Verleumdung Aussicht auf Erfolg hat, müssen bestimmte Tatbestandsmerkmale erfüllt sein:

Tatsachenbehauptung: Es muss sich um eine konkrete Behauptung handeln, die dem Beweis zugänglich ist.Unwahrheit: Die Behauptung muss nachweislich unwahr sein.

Ehrenrührigkeit: Die Lüge muss geeignet sein, das Opfer verächtlich zu machen.Wider besseres Wissen: Der Täter muss im Moment der Äußerung gewusst haben, dass er lügt.

Ablauf der Anzeige und Fristen

Da die Verleumdung ein sogenanntes Antragsdelikt ist, reicht eine reine Strafanzeige meist nicht aus. Das Opfer muss zusätzlich innerhalb einer Frist von drei Monaten ab Kenntnis der Tat und des Täters einen formellen Strafantrag stellen. Die Anzeige kann persönlich bei jeder Polizeidienststelle oder online über die offizielle Internetwache der Polizei eingereicht werden.


Beweissicherung ist der Schlüssel

Da das Verfahren im Strafrecht strengen Beweisregeln unterliegt, ist eine lückenlose Dokumentation entscheidend. Bei Verleumdungen im Internet sollten Betroffene sofort Screenshots anfertigen. Diese müssen den gesamten Kontext, den Benutzernamen des Täters sowie Datum und Uhrzeit zeigen. Auch die Benennung von Zeugen stützt das Verfahren massiv

Strafmaß bei Verleumdung

Das Gesetz sieht für Verleumdung empfindliche Strafen vor. Im Regelfall droht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren. 

Wird die Tat jedoch öffentlich, in einer Versammlung oder im Internet begangen, erhöht sich der Strafrahmen auf eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Zudem können Betroffene zivilrechtlich auf Unterlassung und Schadensersatz klagen.

Montag, 30. Juni 2025

Eine Strafanzeige wegen Verleumdung kann bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft erstattet werden. Es ist wichtig, Beweise für die unwahren Tatsachenbehauptungen zu sammeln, da Verleumdung nach § 187 StGB strafbar ist.

Die Anzeige muss sowohl eine Strafanzeige als auch einen Strafantrag umfassen, wobei der Strafantrag innerhalb von drei Monaten nach Kenntnis der Tat und des Täters gestellt werden muss. Verleumdung bedeutet, über einen anderen eine unwahre, ehrverletzende Behauptung in die Welt zu setzen, also bewusst zu lügen. 

Wenn z. B. jemand über seinen Mitschüler Florian auf Facebook schreibt: "Florian hat gestern was geklaut!", obwohl derjenige weiß, dass das gelogen ist, dann ist das eine Verleumdung. Da diese über das Internet einem unbestimmten Personenkreis zugänglich ist - das Gesetz nennt das "öffentlich" - wird eine schwerere Strafe angedroht: Geldstrafe oder Gefängnis bis zu fünf Jahren nach § 187 StGB.

Samstag, 27. Juli 2024

Anzeige Verleumdung - Strafanzeige und Strafantrag müssen Sie laut § 77 StGB innerhalb von 3 Monaten ab Kenntnisnahme der Verleumdung und des Täters stellen. Einzige Voraussetzung: Strafanzeige und Strafantrag müssen gerechtfertigt sein.

Was passiert wenn man eine Anzeige wegen Verleumdung bekommt? 
Verleumdung Strafe...  

Die Verleumdung kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden. Wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften begangen wurde, kann das Gericht sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren verhängen.

Wie kann ich Verleumdung Beweisen? 

Beweise können Screenshots, Zeugenaussagen, Finanzunterlagen, E-Mails und vieles mehr sein. Das Sammeln von Daten und Beweisen ist in allen Fällen ratsam, unabhängig davon, ob Sie jemanden der Beleidigung oder Verleumdung beschuldigen oder sich gegen derartige Vorwürfe verteidigen möchten.

Wann macht eine Verleumdungsklage Sinn? 

Eine Verleumdung liegt vor, wenn gegenüber Dritten eine ehrverletzende, entwürdigende wie unwahre Behauptung über eine Person getroffen wird. Weiterhin weiß der Täter, dass diese Behauptung unwahr ist. Gegen eben dieses Vergehen können Sie sich mit einer zivilrechtlichen Verleumdungsklage wehren.

Was für eine Strafe bekommt man bei Verleumdung? 

Die Verleumdung kann mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden. Wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften begangen wurde, kann das Gericht sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren verhängen.

Kann eine Privatperson eine Unterlassungserklärung schreiben? 

Grundsätzlich kann eine Unterlassungserklärung von jeder Privatperson gegenüber einer anderen Person eingefordert oder abgegeben werden. Doch auch Unternehmen und andere Organisationen können diese Erklärungen einfordern oder abgeben.


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